Neulich hatte ich ein Gespräch zum Thema Patientenverfügung, das mich nachdenklich gestimmt hat. Auf einer Familienfeier berichtete mir eine ältere Dame, dass sie große Angst davor hat, ihre Patientenverfügung auf den Weg zu bringen. Gleichermaßen hat sie große Angst davor, einmal zwangsernährt zu werden und unter so unwürdigen Bedingungen zu sterben, wie einst ihre Mutter. Ihre Tochter meinte wiederum, dass es eine große Entlastung für sie wäre, wenn die Mutter schriftlich festlegt, welche medizinische Versorgung sie sich wünscht, sollte sie ihren Willen einmal nicht mehr äußern können. Dies konnte die Mutter sehr gut verstehen. Doch noch immer konnte sie sich nicht vorstellen, eine Patientenverfügung zu erstellen. Denn da stand noch eine ganz große Hürde im Weg: „Ich kann doch jetzt noch nicht meine Beerdigung planen!“ sagte sie schließlich. Ich war etwas irritiert. Die Dame war offenbar davon überzeugt, dass die Bestattungsvorsorge ein Bestandteil der Patientenverfügung wäre. Dies hätten ihr zahlreiche Freunde und Bekannte so erzählt. Nun war ich etwas verärgert. Verärgert über Halbwissen, das im Umlauf ist und mehr Irritation als Klarheit schafft.

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Verfügung über medizinische Maßnahmen für den Fall, dass man seinen Willen nicht mehr erklären kann. Oft geht es hier auch um die Frage nach lebensverlängernden Maßnahmen. Eine Patientenverfügung muss man nicht haben – Für ein Leben in größtmöglicher Selbstbestimmung ist sie aber von großem Wert. Eine ausführliche Beratung sollte durch den Arzt des Vertrauens erfolgen.

Und die Bestattung? Die Bestattung kann manim Vorfeld regeln. Muss man aber nicht. Ebenso beruhigend wie bei der Patientenverfügung ist es für viele gut Angehörige zu wissen, wie man sich die eigene Beerdigung wünscht. Wir im Bestattungshaus Schlage stehen für ein unverbindliches Erstgespräch jederzeit gerne zur Verfügung, bitte zögern Sie nicht, uns anzusprechen.

Und die Dame? Sie hat nach unserem Gespräch einen Termin mit ihrem Hausarzt vereinbart und ein erstes Gespräch mit ihrer Tochter geführt, wie sie sich ihre Beerdigung wünscht.

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