Der letzte Weg erfolgt heute in einem Bestattungskraftwagen. Das war nicht immer so.  Unser Firmengründer, Hans Balke, hat seinem Enkel Jens Schlage, von der alten Zeit erzählt. Früher war der Ablauf der Bestattung anders als heute. Die Menschen verstarben meist zu Hause. Der Tod im Krankenhaus oder gar in einem Pflegeheim war die Ausnahme. Daher wurde zunächst der, noch leere Sarg, auf einem Handkarren in das Sterbehaus verbracht. Hier wurde eingebettet, die Familie konnte sich verabschieden. Nach einigen Tagen wurde der Sarg mit einem Pferdefuhrwerk – davor die schwarzen Rösser – zum Friedhof verbracht und beigesetzt.

Einige Jahre später wurden die schwarzen Rösser durch einen motorisierten Bestattungswagen ersetzt. Anfänglich war das ein Zugfahrzeug von Mercedes-Benz mit einem Bestattungsanhänger. Hans Balke war der erste Betreiber im Kreis, welcher einen motorisierten Überführungsdienst angeboten hat.

1 Motorisierter Leichenwagen

Der Erfindergeist von Hans Balke führte dazu, dass er einige Fahrzeuge auch selber umgebaut hat. Das nachfolgende Bild zeigt einen wassergekühlten Cadillac (welcher zuvor in Solingen als Taxi eingesetzt war) und einen luftgekühlten Mercedes-Benz.

Eine kleine Geschichte hierzu: Die Kath. Messen wurden zu dieser Zeit in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist im Leichlinger Dorf gehalten. Nach der Messe wurde der Sarg zunächst in den Cadillac geladen und dann im Trauerzug Richtung Friedhof geleitet. Dieses erfolgte natürlich langsam – im Schritt-Tempo.  An der Steigung Johannisberg gelangte das Fahrzeug an seine Grenzen und so wurde, auf halbem Berg, der Sarg in den Mercedes umgeladen um ein Überkochen zu vermeiden.

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Viele verschiedene Fahrzeuge folgten. Verschiedene Generationen Mercedes Modelle. Diese wurden in spezialisierten Karosseriewerken wie z. B. der Firma Rappold in Wülfrath aus verlängerten Kombi-Fahrzeugen hergestellt. Die Verlängerung war auch gleichzeitig die Schwachstelle der Fahrzeuge. Nach ca. 5 – 8 Jahren war die Lebensdauer erreicht, die Karosse viel dem Rost zum Opfer.

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Im laufe der Jahre wurden die Umbauten durch Fahrzeuge aus dem Kastenwagen Segment ersetzt. Diese Fahrzeuge sind, aufgrund des Wegfallens des Karosseriebaus, deutlich Preiswerter. Wir verwendeten Fahrzeuge wie den Ford Transit, VW T4, und Mercedes Benz Vito in verschiedenen Generationen.

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Viele verschiedene Fahrzeuge folgten. Verschiedene Generationen Mercedes und Ford Modelle. Diese wurden in spezialisierten Karosseriewerken wie z. B. der Firma Rappold in Wülfrath aus verlängerten Kombi-Fahrzeugen hergestellt. Die Verlängerung, um einen Meter, war auch gleichzeitig die Schwachstelle der Fahrzeuge. Nach ca. 5 – 8 Jahren war die Lebensdauer erreicht, die Karosse viel dem Rost zum Opfer.

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Heute verwenden viele Bestatter, aus Kostengründen, Bestattungswagen in Kastenwagen Form. Wir haben uns entschlossen auch wieder auf die klassische Karosserieform zu verwenden. Die meisten unserer Fahrten werden daher zur Zeit mit einer Mercedes E-Klasse durchgeführt. Umgebaut wurde dieses Model durch die Firma Binz. Weiter verwenden wir einen Mercedes Vito. Die Fahrzeuge wurden Optisch unserem „neuen“ Oldtimer angepasst.

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Das Bestattungshaus Schlage fühlt sich seiner Wurzeln verbunden. Wir haben daher im Frühjahr 2017 einen klassischen Überführungswagen erworben. Es handelt sich um einen Daimler DS420 Hearse. Ein sehr britisches Model welches aus den Niederlanden importiert wurde.  Den in der Öffentlichkeit bekanntesten Einsatz hatte ein Fahrzeug dieser Baureihe anlässlich des Bergräbnis von Lady Diana im Jahre 1997.

Der Wagen soll, wie unser Firmengründer Hans Balke, vorgelebt hat bei den sogenannten „Parade“ Fahrten eingesetzt werden. Weiter findet das Fahrzeug Verwendung auf Ausstellungen und Oldtimer Veranstaltungen.

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