Trauerfeiern
Der Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) hat in dieser Woche eine Übersicht veröffentlicht, unter welchen Bedingungen in den verschiedenen Bundesländern Trauerfeiern und Beerdigungen stattfinden dürfen. Der Verband schreibt dazu: „Trotz aller Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, Abschied und Trauer ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig! Bestattungen sind ausdrücklich vom Kontaktverbot ausgenommen. Leider können diese jedoch nur noch unter Berücksichtigung des § 11 Abs. 4 CoronaSchVO erfolgen.“ Die konkreten Bedingungen (Handlungsrahmen, zulässiger Personenkreis/-anzahl) erfahren Sie auch bei uns im Bestattungshaus Schlage. Da sich diese Vorgaben ständig ändern, fragen wir immer im Einzelnen bei dem Betreiber der Friedhöfe und Hallen an, was geht und was nicht

Für Nordrhein-Westfalen gelten laut BDB derzeit (Stand 2.6.2020) folgende Regelungen: Zulässig sind Beerdigungen, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen, die nicht zu den in § 1 Absatz 2 genannten Gruppen gehören, eingehalten werden. In geschlossenen Räumen (z.B. Trauerhalle) ist zudem die Rückverfolgbarkeit nach § 2a sicherzustellen.“ (Verordnung der Landesregierung zum 30.05.2020). In besagtem § 1, Absatz 2 heißt es: „Mehrere Personen dürfen im öffentlichen Raum nur zusammentreffen, wenn es sich

  1. ausschließlich um Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner,
  2. ausschließlich um Personen aus maximal zwei verschiedenen häuslichen Gemeinschaften,
  3. um die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen,
  4. um zwingend notwendige Zusammenkünfte aus betreuungsrelevanten Gründen oder
  5. in allen übrigen Fällen um eine Gruppe von höchstens zehn Personen Satz 1 Nummer 1 und 3 bis 5 gilt unabhängig davon, ob die Betroffenen in häuslicher Gemeinschaft leben; Umgangsrechte sind uneingeschränkt zu beachten.

Im Klartext bedeutet das also: „Jetzt dürfen im öffentlichen Raum maximal zehn Personen zusammenkommen, die nicht aus nur einer Familie oder aus zwei häuslichen Gemeinschaften stammen. Das heißt, das beim Trauerkaffee bis zu zehn Personen an einem Tisch ohne Mindestabstand gemeinsam sitzen dürfen. Die zentrale Reservierung von Trauerkaffees ist damit wieder erleichtert. Auf die räumlichen Gegebenheiten und Einschränkungen des Gastronomiebetriebs muss zwingend geachtet werden. Auch der Gastgeber muss die Erhebung der Kontaktdaten der Gäste sicherstellen. Wenn Gäste keine Daten angeben möchten, dürfen sich diese demnach nicht im “Begegnungsraum” des Gastgebers aufhalten. Auch hier dürfen die Kontaktdaten digital erfasst werden. Trauerkaffees mit mehr als 100 Teilnehmern sind mit einem besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzept zulässig. Hierzu ist Rücksprache mit dem Ordnungs- und Gesundheitsamt des Ortes der Trauerfeier zu halten“ (Newsletter des Bestatterverbands NRW vom 29.05.2020)