Todesfälle im Januar und Februar
Der Januar und der Februar sind die Monate mit dem höchsten Sterberisiko. Das wird schnell deutlich, betrachtet man die langfristigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Warum aber sterben am Jahresanfang besonders viele Menschen? Weshalb schwankt die Zahl der Todesfälle über das gesamte Jahr gesehen?

Oftmals wird als Hauptursache der höheren Sterblichkeit im Winter das Wetter angeführt: „Der Organismus ist im Winter geschwächt. Besonders für Menschen mit Vorerkrankungen besteht eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung, die im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Extreme Wetterlagen erhöhen das Herzinfarktrisiko, auch Atemwegserkrankungen nehmen zu. Besonders gefährdet sind ältere Menschen“, erläuterte schon vor einigen Jahren Medizin-Meteorologin Angelika Grätz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) (Quelle).

Auch die Seele kann den Ausschlag geben

Der Autor Gábor Paál nennt auf SWR.Wissen einen weiteren Grund für die erhöhte Sterblichkeit zu Beginn eines Jahres (Quelle): „Ärzte gehen davon aus, dass auch psychische Faktoren hinzukommen und dass gerade älteren depressiven Menschen in den dunklen Tagen der „Lebenswille“ verloren geht – auch das kann ja eine Rolle spielen.“

Auch aus unserer Erfahrung kommt diesen psychische Faktoren eine wichtige Rolle zu, weil sie sich recht unmittelbar auf die Gesundheit auswirken können: Viele Menschen haben Ziele, die sie unbedingt erreichen möchten – zum Beispiel noch einmal Weihnachten mit der Familie feiern, das neue Jahr noch erleben. Haben sie das geschafft, lässt vielfach die Lebensenergie nach. So kommt es, dass im Januar und Februar die meisten Todesfälle zu betrauern sind.

Passen Sie aufeinander auf

Wir werden diesen Kreislauf des Lebens, zu dem das Sterben unbedingt dazugehört, natürlich nicht unterbrechen können. Aber wir können aufeinander Acht geben: Deshalb wünschen wir Ihnen gerade zum Jahresbeginn einen fröhlichen Start. Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf und kommen Sie gut in die hellere und wärmere Jahreszeit.